Weitere Erinnerungsorte

Wohnung des Reichshauptmanns
Der oberbairische Herzog Albrecht IV. begann 1489 einen Schlossbau da, wo heute die Gebäude Am Singrün 2 stehen. Der Herzog war seit 1485 Stadtherr der vorher freien Stadt Regensburg. Der Kaiser verhängte gegen Herzog und Stadt die Reichsacht. Deswegen unterstellte die Stadt sich wieder dem Reich. 1495 wurde Regensburg Reichsstadt. Zur Sicherung der Rechte von Kaiser und Reich wurde 1499 Sigmund Ritter von Rorbach als Reichshauptmann in der Stadt eingesetzt. Der Schlossbau diente ihm als Wohnort.

Denkmal des Grafen von Görtz
Im Leben des Grafen von Görtz (1737-1821) verbinden sich Reichs- und Stadtgeschichte in einzigartiger Weise. Görtz war ab 1788 kurbrandenburgischer Gesandter beim Immerwährenden Reichstag in Regensburg. Das Ende des Reiches 1806 bedeutete einen tiefen und von Görtz beklagten Einschnitt. Er verließ Regensburg bis zum Lebensende nicht mehr. Wegen seines Einsatzes für den Abzug französischer Truppen aus der Stadt 1801 wurde er zum ersten Ehrenbürger Regensburgs ernannt. Drei Jahre nach seinem Tod errichtete man ihm ein Denkmal.

Dreieinigkeitskirche
Als einer der ersten evangelischen Kirchenneubauten in Bayern steht die Dreieinigkeitskirche noch heute sinnbildlich für die Verbreitung der lutherischen Glaubenslehre im Südosten des damaligen Reiches. Nach dem Ratsbeschluss zum Neubau 1627 folgte im selben Jahr die Grundsteinlegung mit einer musikalischen Lobpreisung. Die 1631 fertiggestellte Architektur zeigt sich im Inneren als beeindruckender stützenfreier Raum mit Emporen und Oratorien.