Weitere Erinnerungsorte

Altes Thurn und Taxis Postamt
Die Thurn und Taxis entwickelten ab 1490 im Auftrag Kaiser Maximilians I. ein revolutionäres Kommunikationssystem, das nahe und weitentfernte Gebiete des Heiligen Römischen Reiches miteinander verband und schon bald einfach ,,die Post“ werden sollte. Als das Adelsgeschlecht im 18. Jahrhundert nach Regensburg übersiedelte, brachten sie die Zentrale der Reichspost mit, die sie am Neupfarrplatz einrichteten. Dort blieb sie bis zu Ende des Alten Reiches.

Ehemalige Abteikirche St. Emmeram
Kaum eine Regensburger Kirche ist so eng mit der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches verbunden wie St. Emmeram. Die Äbte unterstanden nicht dem Bischof, sondern dem Kaiser und hatten Sitz und Stimme beim Reichstag. Ihrer Erhebung in den Reichsfürstenstand entspricht die opulente Ausstattung des 18. Jahrhunderts. Grabdenkmäler in der Kirche verweisen auf Reichsoberhäupter des Mittelalters, auf Prinzipalkommissare und Reichstagsgesandte.

Goldenes Kreuz
Wie noch heute, so wurde das Goldene Kreuz schon im 16. Jahrhundert als Gasthaus genutzt. Heute bilden die Erzählungen um den bekanntesten Gast des Hauses, Kaiser Karl V, seine Geliebte Barbara Blomberg und ihren Sohn Don Juan de Austria das Leitnarrativ dieses Erinnerungsorts. Das Goldene Kreuz steht aber auch für einen kulturellen Aufschwung der Stadt Regensburg, die sich im 16. und 17. Jahrhundert zu einem politischen Mittelpunkt des Reiches entwickelte.