Weitere Erinnerungsorte

Castrum Doloris für Kaiserin Eleonora Magdalena
Besondere feierliche Anlässe der Kaiserfamilie wie Hochzeiten, Krönungen oder Todesfälle wurden auch außerhalb des Wiener Hofes im Heiligen Römischen Reich begangen. Regensburg als Sitz des Immerwährenden Reichstags würdigte sowohl die Kaiser Leopold I. und Joseph I. als auch Kaiserin Eleonora Magdalena anlässlich ihres Todes mit einer Messe und einem Castrum Doloris im Dom.

Ehemalige Abteikirche St. Emmeram
Kaum eine Regensburger Kirche ist so eng mit der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches verbunden wie St. Emmeram. Die Äbte unterstanden nicht dem Bischof, sondern dem Kaiser und hatten Sitz und Stimme beim Reichstag. Ihrer Erhebung in den Reichsfürstenstand entspricht die opulente Ausstattung des 18. Jahrhunderts. Grabdenkmäler in der Kirche verweisen auf Reichsoberhäupter des Mittelalters, auf Prinzipalkommissare und Reichstagsgesandte.

Goldenes Kreuz
Wie noch heute, so wurde das Goldene Kreuz schon im 16. Jahrhundert als Gasthaus genutzt. Heute bilden die Erzählungen um den bekanntesten Gast des Hauses, Kaiser Karl V, seine Geliebte Barbara Blomberg und ihren Sohn Don Juan de Austria das Leitnarrativ dieses Erinnerungsorts. Das Goldene Kreuz steht aber auch für einen kulturellen Aufschwung der Stadt Regensburg, die sich im 16. und 17. Jahrhundert zu einem politischen Mittelpunkt des Reiches entwickelte.