Weitere Erinnerungsorte

Kurfürstenbrunnen in Schloss St. Emmeram

Im inneren Hof des Schlosses der Fürsten von Thurn und Taxis steht der Kurfürstenbrunnen. Anlass zu seiner künstlerischen Ausgestaltung waren offenbar der Wahl- und Krönungstag von 1575 und der Reichstag von 1576, bei denen Kaiser Maximilian II. in Regensburg weilte. Die Ikonografie des Brunnens verbildlicht ein zentrales Element der Reichsverfassung: die wichtige Rolle der Kurfürsten. Sie verweist aber auch auf die Kaiser als Förderer lokaler Klöster.

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Codex des Ambrosius Mayrhofer

Gerade im Zeitalter der Konfessionalisierung verfolgten die Äbte von St. Emmeram aufgrund der zweifachen territorialen Verstrickung des Klosters mit anderen Reichsständen, der Stadt Regensburg und dem Herzogtum Bayern eine wohl überlegte, pragmatische Politik, die auf diplomatisches Geschick und Dialog setzte. Dazu dienten auch musikalische Mittel, wie das aufwendig illuminierte Chorbuch des Ambrosius Mayrhofer zeigt.

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Goldenes Kreuz

Wie noch heute, so wurde das Goldene Kreuz schon im 16. Jahrhundert als Gasthaus genutzt. Heute bilden die Erzählungen um den bekanntesten Gast des Hauses, Kaiser Karl V, seine Geliebte Barbara Blomberg und ihren Sohn Don Juan de Austria das Leitnarrativ dieses Erinnerungsorts. Das Goldene Kreuz steht aber auch für einen kulturellen Aufschwung der Stadt Regensburg, die sich im 16. und 17. Jahrhundert zu einem politischen Mittelpunkt des Reiches entwickelte.

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