Weitere Erinnerungsorte

Löschenkohlpalais
Das vierstöckige Barockpalais am Neupfarrplatz wurde seit 1743 an die Kursächsische Gesandtschaft auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg vermietet. Der zentral gelegene und sehr repräsentative Bau bot eine eindrucksvolle Kulisse
für Politik und Alltag der kurfürstlichen Gesandten und ihrer Familien, die hier standesgemäß residierten, andere Gesandte empfingen und politische Entscheidungen vorbereiteten, Feste feierten und Bankette veranstalteten.

Ensemble Emmeramsplatz – Residenzen und Kloster
Wo sich heute ein eher trostloser Parkplatz befindet, residierten einst die Prinzipalkommissare als Repräsentanten des Kaisers. Mit Beginn des Immerwährenden Reichstages 1663 bezogen sie Räumlichkeiten des damaligen Reichsstiftes St. Emmeram. Die Fürsten von Thurn und Taxis nutzten ab 1748 den heute verlorenen Freisinger Hof an der Nordseite des Emmeramsplatzes und führten hier im Namen des Reichsoberhauptes Huldigungen durch.

Castrum Doloris für Kaiserin Eleonora Magdalena
Besondere feierliche Anlässe der Kaiserfamilie wie Hochzeiten, Krönungen oder Todesfälle wurden auch außerhalb des Wiener Hofes im Heiligen Römischen Reich begangen. Regensburg als Sitz des Immerwährenden Reichstags würdigte sowohl die Kaiser Leopold I. und Joseph I. als auch Kaiserin Eleonora Magdalena anlässlich ihres Todes mit einer Messe und einem Castrum Doloris im Dom.