Weitere Erinnerungsorte

Gesandtenfriedhof
Ein Friedhof mitten in der Stadt? Zentral und doch versteckt präsentiert sich heute der Gesandtenfriedhof bei der evangelischen Dreieinigkeitskirche in der Altstadt von Regensburg. Zahlreiche Grabplatten mit erhaltenen Inschriften sowie zwanzig prachtvolle Epitaphien im Stil des Barock und Rokoko können dort besichtigt werden. Der Friedhof auf dem Kirchhof erzählt so auch die Geschichte der Leiden, Lieben und Leben der protestantischen Gesandten auf dem Immerwährenden Reichstag.

‚Judensau‘ am Regensburger Dom
Die sogenannte ‚Judensau‘, eine antijüdische Schmähskulptur aus dem 14. Jahrhundert, befindet sich am Regensburger Dom. Obwohl Juden im Alten Reich unter einem besonderen Schutz der Herrschenden standen, lebten sie stets in Gefahr von Vertreibung. Die Skulptur ist damit ein steinernes Dokument für die wechselhafte Geschichte der Juden zwischen Privilegierung und Verfolgung sowie auch für den Umgang mit ihrer Verfolgungsgeschichte bis zur Gegenwart.

Justitiabrunnen am Haidplatz
In der Regensburger Innenstadt präsentiert sich auf dem Haidplatz ein Brunnen, dessen Brunnentrog eine Justitia mit Schwert und Waage in den Händen ziert. Anlass der repräsentativen Ausgestaltung dieses Brunnens könnte ein Vertrag zwischen der Reichsstadt und dem katholischen Klerus in Regensburg gewesen sein, der 1655 geschlossen worden war. Das Ensemble huldigt dem katholischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) als oberstem Stadtherrn, aber auch der evangelischen Reichsstadt.