Weitere Erinnerungsorte

Friedensbrunnen im Großen Rathaushof
Durch das Gewölbe des Rathausturms hindurch gelangt man in den großen Rathaushof mit dem Friedensbrunnen. Ihn schmückt die Skulptur einer weiblichen Personifikation des Friedens. Die Errichtung des Brunnens 1661 verweist auf die hohe Bedeutung der Wahrung des religiösen und weltlichen Friedens im Heiligen Römischen Reich und in der Reichsstadt und steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem für die Geschichte des Reiches fundamentalen Westfälischen Frieden von 1648.

Dom St. Peter
Die gotische Kirche des Regensburger Bischofs diente über Jahrhunderte als Ort der Glaubensausübung für katholische Reichstagsgesandte sowie als Bühne für eine Vielzahl von Festen und als Station von Prozessionen und Festzügen. Viele von diesen Ereignissen hatten einen unmittelbaren Bezug zu Kaiser und Reich. Sie gliederten das Kirchenjahr, markierten Ereignisse wie Reichstage und Kaisereinzüge in Regensburg und begleiteten das Leben der Kaiser – von der Geburt über Wahl und Krönung sowie Hochzeit bis zum Tod.

Codex des Ambrosius Mayrhofer
Gerade im Zeitalter der Konfessionalisierung verfolgten die Äbte von St. Emmeram aufgrund der zweifachen territorialen Verstrickung des Klosters mit anderen Reichsständen, der Stadt Regensburg und dem Herzogtum Bayern eine wohl überlegte, pragmatische Politik, die auf diplomatisches Geschick und Dialog setzte. Dazu dienten auch musikalische Mittel, wie das aufwendig illuminierte Chorbuch des Ambrosius Mayrhofer zeigt.