Weitere Erinnerungsorte

Neue Waag
Seit 1441 im Besitz der Stadt Regensburg nutzte man das Anwesen am Haidplatz als städtische Waage. Schon im 16. Jahrhundert wurde es dann zu einem bedeutenden Ort der Kommunikation im Alten Reich: Hier rangen Katholiken und Protestanten 1541 im Regensburger Religionsgespräch um die religiöse Einheit des Alten Reiches. Als der Reichstag ab 1663 permanent in Regensburg tagte, diente die Neue Waag zudem als Diktaturstube. An diese Traditionen von Kommunikation und Konsensfindung knüpft auch die heutige Nutzung mit dem Sitz des Bayerischen Verwaltungsgerichts Regensburg an.

Friedensbrunnen im Großen Rathaushof
Durch das Gewölbe des Rathausturms hindurch gelangt man in den großen Rathaushof mit dem Friedensbrunnen. Ihn schmückt die Skulptur einer weiblichen Personifikation des Friedens. Die Errichtung des Brunnens 1661 verweist auf die hohe Bedeutung der Wahrung des religiösen und weltlichen Friedens im Heiligen Römischen Reich und in der Reichsstadt und steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem für die Geschichte des Reiches fundamentalen Westfälischen Frieden von 1648.

Reichsstadtbrunnen am Neupfarrplatz
Am westlichen Ende des Neupfarrplatzes und in unmittelbarer Nähe der Fundamente der jüdischen Synagoge, steht heute der von einem Doppeladler bekrönte Reichstadtbrunnen als steinernes Zeugnis reichstädtischer Souveränität. Er gehört zu insgesamt fünf repräsentativen städtischen Brunnen, die weniger der Wasserversorgung als vielmehr der reichsstädtischen Selbstinszenierung dienten.