Weitere Erinnerungsorte

Stiftskirche zur Alten Kapelle
Schlichter mittelalterlicher Außenbau und opulente Rokoko-Ausstattung – beide charakteristischen Merkmale der Alten Kapelle lassen sich auf das Reichsoberhaupt zurückführen. Die im Kern frühmittelalterliche Architektur beherbergt ein Kollegiatstift, gegründet von dem karolingischen König Ludwig dem Deutschen. An dessen Wiederherstellung durch Kaiser Heinrich II. 1002 erinnert das reiche Bildprogramm aus den Jahren 1747-1765.

Ensemble Emmeramsplatz – Residenzen und Kloster
Wo sich heute ein eher trostloser Parkplatz befindet, residierten einst die Prinzipalkommissare als Repräsentanten des Kaisers. Mit Beginn des Immerwährenden Reichstages 1663 bezogen sie Räumlichkeiten des damaligen Reichsstiftes St. Emmeram. Die Fürsten von Thurn und Taxis nutzten ab 1748 den heute verlorenen Freisinger Hof an der Nordseite des Emmeramsplatzes und führten hier im Namen des Reichsoberhauptes Huldigungen durch.

Niedermünster
Unweit des Regensburger Doms liegt der Gebäudekomplex des ehemaligen Damenstifts Niedermünster. Wahrscheinlich im 8. Jahrhundert gegründet, wurde das Frauenkloster Niedermünster 1002 zum Reichsstift erhoben und stand somit unter dem Schutz des Kaisers. Es gehörte zu den geistlichen Territorien im Reich; seine Äbtissin nahm den Rang einer Reichsfürstin ein. Infolge der Säkularisation 1803 und der Übernahme des Komplexes durch das Königreich Bayern dienen die Stiftsgebäude heute dem Bischof von Regensburg als Wohnung und als Sitz des Ordinariats, während die Stiftskirche als Dompfarrkirche genutzt wird.