Weitere Erinnerungsorte

Löschenkohlpalais

Das vierstöckige Barockpalais am Neupfarrplatz wurde seit 1743 an die Kursächsische Gesandtschaft auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg vermietet. Der zentral gelegene und sehr repräsentative Bau bot eine eindrucksvolle Kulisse
für Politik und Alltag der kurfürstlichen Gesandten und ihrer Familien, die hier standesgemäß residierten, andere Gesandte empfingen und politische Entscheidungen vorbereiteten, Feste feierten und Bankette veranstalteten.

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Neue Waag

Seit 1441 im Besitz der Stadt Regensburg nutzte man das Anwesen am Haidplatz als städtische Waage. Schon im 16. Jahrhundert wurde es dann zu einem bedeutenden Ort der Kommunikation im Alten Reich: Hier rangen Katholiken und Protestanten 1541 im Regensburger Religionsgespräch um die religiöse Einheit des Alten Reiches. Als der Reichstag ab 1663 permanent in Regensburg tagte, diente die Neue Waag zudem als Diktaturstube. An diese Traditionen von Kommunikation und Konsensfindung knüpft auch die heutige Nutzung mit dem Sitz des Bayerischen Verwaltungsgerichts Regensburg an.

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Altes Thurn und Taxis Postamt

Die Thurn und Taxis entwickelten ab 1490 im Auftrag Kaiser Maximilians I. ein revolutionäres Kommunikationssystem, das nahe und weitentfernte Gebiete des Heiligen Römischen Reiches miteinander verband und schon bald einfach ,,die Post“ werden sollte. Als das Adelsgeschlecht im 18. Jahrhundert nach Regensburg übersiedelte, brachten sie die Zentrale der Reichspost mit, die sie am Neupfarrplatz einrichteten. Dort blieb sie bis zu Ende des Alten Reiches.

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