Weitere Erinnerungsorte

Steinerne Brücke
Wunderwerk, Wahrzeichen, Weltwunder? Im Laufe der Zeit hatte die Steinerne Brücke in Regensburg viele Namen und mindestens ebenso viele Funktionen. Gebaut aus handels- und verkehrspolitischen Motiven fungierte der feste Übergang zugleich als Befestigungsanlage und Prestigeobjekt. Seit ihrer Fertigstellung diente die Brücke, welche die Reichsstadt auch vom bairischen Stadtamhof trennte, Kaisern und Königen als triumphale Einzugsstraße in die Stadt zur Eröffnung von Reichsversammlungen.

Dreieinigkeitskirche
Als einer der ersten evangelischen Kirchenneubauten in Bayern steht die Dreieinigkeitskirche noch heute sinnbildlich für die Verbreitung der lutherischen Glaubenslehre im Südosten des damaligen Reiches. Nach dem Ratsbeschluss zum Neubau 1627 folgte im selben Jahr die Grundsteinlegung mit einer musikalischen Lobpreisung. Die 1631 fertiggestellte Architektur zeigt sich im Inneren als beeindruckender stützenfreier Raum mit Emporen und Oratorien.

Codex des Ambrosius Mayrhofer
Gerade im Zeitalter der Konfessionalisierung verfolgten die Äbte von St. Emmeram aufgrund der zweifachen territorialen Verstrickung des Klosters mit anderen Reichsständen, der Stadt Regensburg und dem Herzogtum Bayern eine wohl überlegte, pragmatische Politik, die auf diplomatisches Geschick und Dialog setzte. Dazu dienten auch musikalische Mittel, wie das aufwendig illuminierte Chorbuch des Ambrosius Mayrhofer zeigt.