Weitere Erinnerungsorte

Codex des Ambrosius Mayrhofer
Gerade im Zeitalter der Konfessionalisierung verfolgten die Äbte von St. Emmeram aufgrund der zweifachen territorialen Verstrickung des Klosters mit anderen Reichsständen, der Stadt Regensburg und dem Herzogtum Bayern eine wohl überlegte, pragmatische Politik, die auf diplomatisches Geschick und Dialog setzte. Dazu dienten auch musikalische Mittel, wie das aufwendig illuminierte Chorbuch des Ambrosius Mayrhofer zeigt.

Dom St. Peter
Die gotische Kirche des Regensburger Bischofs diente über Jahrhunderte als Ort der Glaubensausübung für katholische Reichstagsgesandte sowie als Bühne für eine Vielzahl von Festen und als Station von Prozessionen und Festzügen. Viele von diesen Ereignissen hatten einen unmittelbaren Bezug zu Kaiser und Reich. Sie gliederten das Kirchenjahr, markierten Ereignisse wie Reichstage und Kaisereinzüge in Regensburg und begleiteten das Leben der Kaiser – von der Geburt über Wahl und Krönung sowie Hochzeit bis zum Tod.

Wohnung des Reichshauptmanns
Der oberbairische Herzog Albrecht IV. begann 1489 einen Schlossbau da, wo heute die Gebäude Am Singrün 2 stehen. Der Herzog war seit 1485 Stadtherr der vorher freien Stadt Regensburg. Der Kaiser verhängte gegen Herzog und Stadt die Reichsacht. Deswegen unterstellte die Stadt sich wieder dem Reich. 1495 wurde Regensburg Reichsstadt. Zur Sicherung der Rechte von Kaiser und Reich wurde 1499 Sigmund Ritter von Rorbach als Reichshauptmann in der Stadt eingesetzt. Der Schlossbau diente ihm als Wohnort.