Weitere Erinnerungsorte

Ballhaus am Ägidienplatz
Opernstadt Regensburg? Die Prinzipalkommissare des Immerwährenden Reichstags aus dem Haus Thurn und Taxis förderten ab 1748 ein Musiktheaterwesen, das dem kaiserlichen Repräsentationsniveau entsprach. Dafür wurde 1760 mit dem Umbau des Ballhauses am Ägidienplatz eine feste Bühne geschaffen. Das wichtigste Publikum bildeten die Reichstagsgesandtschaften, deren Boykott ab 1784 zum Ende der Aufführungen beitrug. Der letzte Vorhang für den Theaterbetrieb im ehemaligen Ballhaus fiel 1804.

Friedensbrunnen im Großen Rathaushof
Durch das Gewölbe des Rathausturms hindurch gelangt man in den großen Rathaushof mit dem Friedensbrunnen. Ihn schmückt die Skulptur einer weiblichen Personifikation des Friedens. Die Errichtung des Brunnens 1661 verweist auf die hohe Bedeutung der Wahrung des religiösen und weltlichen Friedens im Heiligen Römischen Reich und in der Reichsstadt und steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem für die Geschichte des Reiches fundamentalen Westfälischen Frieden von 1648.

Donau
Entscheidender Faktor der bis in die Antike zurückreichenden Siedlungskontinuität Regensburgs war die exponierte geographische Lage an der Donau. Über ihre schiffbaren Nebenflüsse war Regensburg gut an das Wasserstraßennetz im Süden des Reiches eingebunden, was die Entwicklung der Stadt zur Handelsmetropole förderte. Es waren die Kaufleute, welche die Anbindung der Stadt an das Reich suchten und im Kaiser ihren Schirmherren sahen. Von ihm erhielten sie wichtige Privilegien und die Stadt zunächst den Status einer Freien und später Reichsstadt.