Weitere Erinnerungsorte

Codex des Ambrosius Mayrhofer
Gerade im Zeitalter der Konfessionalisierung verfolgten die Äbte von St. Emmeram aufgrund der zweifachen territorialen Verstrickung des Klosters mit anderen Reichsständen, der Stadt Regensburg und dem Herzogtum Bayern eine wohl überlegte, pragmatische Politik, die auf diplomatisches Geschick und Dialog setzte. Dazu dienten auch musikalische Mittel, wie das aufwendig illuminierte Chorbuch des Ambrosius Mayrhofer zeigt.

Präsidialpalais am Bismarckplatz
Das große, repräsentative Gebäude im Süden des heutigen Bismarckplatzes beherbergt aktuell das Haus der Musik. Bei seiner Fertigstellung im Jahre 1805 als Gesandtschaftspalais der französischen Delegation am Immerwährenden Reichstag diente es neben der Repräsentation einer neuen Ära der Stadtgestaltung durch Fürstbischof Carl Theodor von Dalberg auch als Monument der Verehrung der Franzosen.

Ehemalige Abteikirche St. Emmeram
Kaum eine Regensburger Kirche ist so eng mit der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches verbunden wie St. Emmeram. Die Äbte unterstanden nicht dem Bischof, sondern dem Kaiser und hatten Sitz und Stimme beim Reichstag. Ihrer Erhebung in den Reichsfürstenstand entspricht die opulente Ausstattung des 18. Jahrhunderts. Grabdenkmäler in der Kirche verweisen auf Reichsoberhäupter des Mittelalters, auf Prinzipalkommissare und Reichstagsgesandte.