Weitere Erinnerungsorte

Neue Waag

Seit 1441 im Besitz der Stadt Regensburg nutzte man das Anwesen am Haidplatz als städtische Waage. Schon im 16. Jahrhundert wurde es dann zu einem bedeutenden Ort der Kommunikation im Alten Reich: Hier rangen Katholiken und Protestanten 1541 im Regensburger Religionsgespräch um die religiöse Einheit des Alten Reiches. Als der Reichstag ab 1663 permanent in Regensburg tagte, diente die Neue Waag zudem als Diktaturstube. An diese Traditionen von Kommunikation und Konsensfindung knüpft auch die heutige Nutzung mit dem Sitz des Bayerischen Verwaltungsgerichts Regensburg an.

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Adlerbrunnen am Krauterermarkt

Auf dem Krauterermarkt, gegenüber dem Dom und vor dem Haus Heuport, steht der sechseckige Adlerbrunnen, auf dessen Mittelsäule ein imposanter Adler aus Bronze auf einer goldenen Kugel thront. Anlass zur repräsentativen Ausgestaltung des ursprünglich hölzernen Brunnens war der erste Besuch Maximilian II. (1527-1576) nach seinem Herrschaftsantritt als Kaiser 1564 in Regensburg im Jahr 1566.

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Reichssaal im Alten Rathaus

Als Sitzungsort des Reichstags nimmt der Reichssaal im Alten Rathaus nicht nur für die Stadt eine zentrale Stellung ein, sondern auch für das Heilige Römische Reich. Dieser fand ab 1594 nur noch in Regensburg und von 1663 bis 1803 ständig an diesem Ort statt. Auf dem Reichstag entscheiden Reichsstände und Kaiser über Anliegen, die das gesamte Reich betrafen. Die Mitbestimmung der Reichsstände im Reich stellt eine der Wurzeln des heute noch in Deutschland praktizierten Verfassungsprinzip des Föderalismus dar.

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