Weitere Erinnerungsorte

Ostentor
Die weithin sichtbaren und abschließbaren Stadttore dienten dem Schutz der Stadt, der Markierung von Rechtsräumen und als Ort für deren Selbstdarstellung im Reich. Mit den Toren machte die Stadt sich einerseits wehrhaft und grenzte sich gegen das ländliche Umland ab. Andererseits kam ihnen auch eine wichtige symbolische Funktion zu. So waren sie ein Ort für Kaiserempfänge als zeremoniell-rituellen Höhepunkten der öffentlichen Aufführung von Kaiser und Reich.

Kurfürstenbrunnen in Schloss St. Emmeram
Im inneren Hof des Schlosses der Fürsten von Thurn und Taxis steht der Kurfürstenbrunnen. Anlass zu seiner künstlerischen Ausgestaltung waren offenbar der Wahl- und Krönungstag von 1575 und der Reichstag von 1576, bei denen Kaiser Maximilian II. in Regensburg weilte. Die Ikonografie des Brunnens verbildlicht ein zentrales Element der Reichsverfassung: die wichtige Rolle der Kurfürsten. Sie verweist aber auch auf die Kaiser als Förderer lokaler Klöster.

Castrum Doloris für Kaiserin Eleonora Magdalena
Besondere feierliche Anlässe der Kaiserfamilie wie Hochzeiten, Krönungen oder Todesfälle wurden auch außerhalb des Wiener Hofes im Heiligen Römischen Reich begangen. Regensburg als Sitz des Immerwährenden Reichstags würdigte sowohl die Kaiser Leopold I. und Joseph I. als auch Kaiserin Eleonora Magdalena anlässlich ihres Todes mit einer Messe und einem Castrum Doloris im Dom.