Weitere Erinnerungsorte

Dom St. Peter
Die gotische Kirche des Regensburger Bischofs diente über Jahrhunderte als Ort der Glaubensausübung für katholische Reichstagsgesandte sowie als Bühne für eine Vielzahl von Festen und als Station von Prozessionen und Festzügen. Viele von diesen Ereignissen hatten einen unmittelbaren Bezug zu Kaiser und Reich. Sie gliederten das Kirchenjahr, markierten Ereignisse wie Reichstage und Kaisereinzüge in Regensburg und begleiteten das Leben der Kaiser – von der Geburt über Wahl und Krönung sowie Hochzeit bis zum Tod.

Reichsstadtbrunnen am Neupfarrplatz
Am westlichen Ende des Neupfarrplatzes und in unmittelbarer Nähe der Fundamente der jüdischen Synagoge, steht heute der von einem Doppeladler bekrönte Reichstadtbrunnen als steinernes Zeugnis reichstädtischer Souveränität. Er gehört zu insgesamt fünf repräsentativen städtischen Brunnen, die weniger der Wasserversorgung als vielmehr der reichsstädtischen Selbstinszenierung dienten.

Ensemble Emmeramsplatz – Residenzen und Kloster
Wo sich heute ein eher trostloser Parkplatz befindet, residierten einst die Prinzipalkommissare als Repräsentanten des Kaisers. Mit Beginn des Immerwährenden Reichstages 1663 bezogen sie Räumlichkeiten des damaligen Reichsstiftes St. Emmeram. Die Fürsten von Thurn und Taxis nutzten ab 1748 den heute verlorenen Freisinger Hof an der Nordseite des Emmeramsplatzes und führten hier im Namen des Reichsoberhauptes Huldigungen durch.