Weitere Erinnerungsorte

Reichsstadtbrunnen am Neupfarrplatz
Am westlichen Ende des Neupfarrplatzes und in unmittelbarer Nähe der Fundamente der jüdischen Synagoge, steht heute der von einem Doppeladler bekrönte Reichstadtbrunnen als steinernes Zeugnis reichstädtischer Souveränität. Er gehört zu insgesamt fünf repräsentativen städtischen Brunnen, die weniger der Wasserversorgung als vielmehr der reichsstädtischen Selbstinszenierung dienten.

Karmelitenkirche St. Joseph
Sogar die einzige barocke Kirchenfassade in Regensburg ist ohne Kaiser und Reichsversammlungen undenkbar. Kaiser Ferdinand II. sorgte 1634 mit gegenreformatorischem Impetus für eine Ansiedlung der Unbeschuhten Karmeliten in Regensburg. Kaiser Ferdinand III. und seine Frau Maria Anna von Spanien legten beim einzigen Reichstag im Dreißigjährigen Krieg 1641 den Grundstein zum Bau, Kaiser Leopold I. ließ ihn 1673 vollenden.

Präsidialpalais am Bismarckplatz
Das große, repräsentative Gebäude im Süden des heutigen Bismarckplatzes beherbergt aktuell das Haus der Musik. Bei seiner Fertigstellung im Jahre 1805 als Gesandtschaftspalais der französischen Delegation am Immerwährenden Reichstag diente es neben der Repräsentation einer neuen Ära der Stadtgestaltung durch Fürstbischof Carl Theodor von Dalberg auch als Monument der Verehrung der Franzosen.