Weitere Erinnerungsorte

Reichssaal im Alten Rathaus
Als Sitzungsort des Reichstags nimmt der Reichssaal im Alten Rathaus nicht nur für die Stadt eine zentrale Stellung ein, sondern auch für das Heilige Römische Reich. Dieser fand ab 1594 nur noch in Regensburg und von 1663 bis 1803 ständig an diesem Ort statt. Auf dem Reichstag entscheiden Reichsstände und Kaiser über Anliegen, die das gesamte Reich betrafen. Die Mitbestimmung der Reichsstände im Reich stellt eine der Wurzeln des heute noch in Deutschland praktizierten Verfassungsprinzip des Föderalismus dar.

Bischofshof
Wo man sich heute im Schatten des Domes ein kühles Getränk im Biergarten des Hotels Bischofshof genehmigen kann, befand sich bis 1806 die Residenz der Bischöfe von Regensburg. Zeitgleich mit dem Bau des romanischen Doms im 11. Jahrhundert entstanden, markierte der Bischofshof auch eine Herrschaftsgrenze innerhalb Regensburgs, da der Bischof als Reichsfürst eigener Territorialherr war. Im Bischofshof nächtigten mehrfach auch Kaiser und Könige des Reiches. Dann wurde die bischöfliche Residenz zur Machtzentrale im Heiligen Römischen Reich, aber auch zum Ort höfischer Feste.

Ensemble Emmeramsplatz – Residenzen und Kloster
Wo sich heute ein eher trostloser Parkplatz befindet, residierten einst die Prinzipalkommissare als Repräsentanten des Kaisers. Mit Beginn des Immerwährenden Reichstages 1663 bezogen sie Räumlichkeiten des damaligen Reichsstiftes St. Emmeram. Die Fürsten von Thurn und Taxis nutzten ab 1748 den heute verlorenen Freisinger Hof an der Nordseite des Emmeramsplatzes und führten hier im Namen des Reichsoberhauptes Huldigungen durch.