Weitere Erinnerungsorte

Friedensbrunnen im Großen Rathaushof
Durch das Gewölbe des Rathausturms hindurch gelangt man in den großen Rathaushof mit dem Friedensbrunnen. Ihn schmückt die Skulptur einer weiblichen Personifikation des Friedens. Die Errichtung des Brunnens 1661 verweist auf die hohe Bedeutung der Wahrung des religiösen und weltlichen Friedens im Heiligen Römischen Reich und in der Reichsstadt und steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem für die Geschichte des Reiches fundamentalen Westfälischen Frieden von 1648.

Kurfürstenbrunnen in Schloss St. Emmeram
Im inneren Hof des Schlosses der Fürsten von Thurn und Taxis steht der Kurfürstenbrunnen. Anlass zu seiner künstlerischen Ausgestaltung waren offenbar der Wahl- und Krönungstag von 1575 und der Reichstag von 1576, bei denen Kaiser Maximilian II. in Regensburg weilte. Die Ikonografie des Brunnens verbildlicht ein zentrales Element der Reichsverfassung: die wichtige Rolle der Kurfürsten. Sie verweist aber auch auf die Kaiser als Förderer lokaler Klöster.

Ostentor
Die weithin sichtbaren und abschließbaren Stadttore dienten dem Schutz der Stadt, der Markierung von Rechtsräumen und als Ort für deren Selbstdarstellung im Reich. Mit den Toren machte die Stadt sich einerseits wehrhaft und grenzte sich gegen das ländliche Umland ab. Andererseits kam ihnen auch eine wichtige symbolische Funktion zu. So waren sie ein Ort für Kaiserempfänge als zeremoniell-rituellen Höhepunkten der öffentlichen Aufführung von Kaiser und Reich.