Weitere Erinnerungsorte

Denkmal des Grafen von Görtz
Im Leben des Grafen von Görtz (1737-1821) verbinden sich Reichs- und Stadtgeschichte in einzigartiger Weise. Görtz war ab 1788 kurbrandenburgischer Gesandter beim Immerwährenden Reichstag in Regensburg. Das Ende des Reiches 1806 bedeutete einen tiefen und von Görtz beklagten Einschnitt. Er verließ Regensburg bis zum Lebensende nicht mehr. Wegen seines Einsatzes für den Abzug französischer Truppen aus der Stadt 1801 wurde er zum ersten Ehrenbürger Regensburgs ernannt. Drei Jahre nach seinem Tod errichtete man ihm ein Denkmal.

Ehemalige Abteikirche St. Emmeram
Kaum eine Regensburger Kirche ist so eng mit der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches verbunden wie St. Emmeram. Die Äbte unterstanden nicht dem Bischof, sondern dem Kaiser und hatten Sitz und Stimme beim Reichstag. Ihrer Erhebung in den Reichsfürstenstand entspricht die opulente Ausstattung des 18. Jahrhunderts. Grabdenkmäler in der Kirche verweisen auf Reichsoberhäupter des Mittelalters, auf Prinzipalkommissare und Reichstagsgesandte.

Löschenkohlpalais
Das vierstöckige Barockpalais am Neupfarrplatz wurde seit 1743 an die Kursächsische Gesandtschaft auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg vermietet. Der zentral gelegene und sehr repräsentative Bau bot eine eindrucksvolle Kulisse
für Politik und Alltag der kurfürstlichen Gesandten und ihrer Familien, die hier standesgemäß residierten, andere Gesandte empfingen und politische Entscheidungen vorbereiteten, Feste feierten und Bankette veranstalteten.